Augenarzt Dr. med. W. Angele, Aalen
Sehschule
Brillenglasverordnung
Kontaktlinsenanpassung
Glaukom-Früherkennung
a) mit Sehnerven-Foto
b) mit Sehnerven-Laserscanner
c) durch Hornhautdickenmessung
Früherkennung der Makulopathie (AMD)
Vorsorgeuntersuchung bei Kurzsichtigkeit
Netzhautkontrollen bei Diabetes
Betreuung bei Grauem Star
Betreuung bei Lasik
Führerscheingutachten, Flugtauglichkeitsuntersuchungen
Bildschirmtauglichkeits-
untersuchungen
 

Sehschule | Schielen (Strabismus)

 

Sehschule

In der Sehschule werden von der speziell ausgebildeten Orthoptistin, Frau Kenntner, in Zusammenarbeit mit dem Augenarzt Patienten mit Problemen des beidäugigen Sehens untersucht und behandelt.


Die Hauptgruppe sind Vorschulkinder mit Schielerkrankungen, aber auch Erwachsene mit Beschwerden, die durch Störungen des beid- äugigen Sehens ausgelöst werden.


Die Untersuchung und Behandlung (Orthoptik) ist schmerzfrei, ungefährlich und kann schon beim Säugling durchgeführt werden. Ein schielendes Auge mit geringer Sehschärfe kann auf volle Sehschärfe und Funktion "auftrainiert" werden.


Lassen Sie Ihr Kind bei uns untersuchen, wenn folgendes zutrifft:

  • Schielerkrankung und Fehlsichtigkeit in der Familie (Brillenträger)
  • Auffälligkeiten der Augen und Augenstellung (Schielen)
  • Blinzeln oder Zukneifen der Augen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Leseunlust, Lesestörung und Konzentrationsprobleme
  • Klagen über Doppelbilder
  • Kopfschmerzen bei visueller Belastung

Gern untersuchen wir auch Ihr Kind, wenn es keine dieser Auffälligkeiten zeigt. Es gilt hier, eine Störung, die behandelbar wäre, rechtzeitig zu finden oder auszuschließen.

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Schielen (Strabismus)

Normalerweise arbeiten beide Augen zusammen. Sie stehen parallel, fixieren das gleiche Sehobjekt und ermöglichen im Gehirn ein beidäugiges Einfachsehen und ein räumliches Sehen (Stereo- sehen).


Bei der Schielerkrankung weicht ein Auge von der Sehachse ab. Dies kann kosmetisch auffallend oder kosmetisch unauffällig sein. Durch diese Abweichung kann mit beiden Augen nicht mehr das gleiche Sehobjekt fixiert werden, ein Stereo- sehen ist nicht mehr möglich.


Insbesondere zu Beginn der Schielerkrankung kann es so zu Doppelbildwahrnehmung kommen. Um dies zu verhindern, wird der Seheindruck des schielenden Auges vom Gehirn unterdrückt. Das schielende Auge wird nicht mehr "trainiert". Der "Trainingsrückstand" zeigt sich in einer Funktions- verschlechterung: Die Sehschärfe geht zurück, obwohl das Auge in allen Strukturen völlig intakt ist. Dies wird als Sehschwäche (Amblyopie) bezeichnet. Die Gesamtentwicklung des Kindes kann dadurch erheblich gestört werden.

Therapie:

1. Stufe

Oft wird das Schielen durch bestimmte optische Fehler der Augen ausgelöst. Die Augen können dies kompensieren, was aber den Parallelstand der Augen stört. Dann kommt es zum Schielen. Ist der optische Fehler unterschiedlich, wird in der Regel das Auge mit dem größeren Fehler in der Sehachse abweichen. Mit einer Brillenkorrektur kann hier der Schielwinkel verkleinert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden. Stereosehen ist oft wieder möglich.


2. Stufe

Hat sich schon eine Sehschwäche ausgebildet, muss zusätzlich durch zeitweiliges Abkleben des gesunden Auges mittels Pflaster die Sehschärfe des funktionell schlechteren Auges auftrainiert werden (Sehschule). Die Behandlung muss systematisch und diszipliniert für längere Zeit mit den Eltern durchgeführt werden. Meist erreicht man damit beidseits volle Sehschärfe und räumliches Sehen.


Je früher die Behandlung beginnt, umso besser sind die Aussichten. Der Einsatz der Eltern lohnt sich!


3. Stufe

Bei einer Minderheit der kleinen Patienten kommt es trotz Behandlung nicht zum Parallelstand beider Augen, hier ist eine Schieloperation angezeigt. Durch Verkürzung oder Verlagerung der äußeren Augenmuskeln wird die Stellung des schielenden Auges normalisiert.


Je früher eine Schielbehandlung beginnt, umso besser sind die Aussichten auf Heilung. Nach dem Schuleintritt sinken die Chancen jedoch deutlich.


Es macht daher Sinn, jedes Kind, auch wenn es unauffällig erscheint, bis spätestens zum 3. Geburtstag zur Früherkennung vorzustellen. Die Augenärzte arbeiten hier eng mit den Kinderärzten zusammen.


Auch Jugendliche und Erwachsene mit Problemen des beidäugigen Sehens, die zu Doppelbild- wahrnehmung, Schwindel und Kopfschmerzen führen können und in der Folge das Lesen, Lernen und Arbeiten am Bildschirm erschweren, können in der Sehschule behandelt werden.


Bei Bedarf bieten wir ein spezielles Augen- trainingsprogramm sowie die Anpassung von Prismenbrillen an.

 

Spezielle Sprechzeiten

Montag und Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr

 

Wenn Sie mehr wissen wollen:
www.orthoptistinnen.de

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