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Sehschule | Schielen (Strabismus)
SehschuleIn der Sehschule werden von der speziell ausgebildeten Orthoptistin, Frau Kenntner, in Zusammenarbeit mit dem Augenarzt Patienten mit Problemen des beidäugigen Sehens untersucht und behandelt. Die Hauptgruppe sind Vorschulkinder mit Schielerkrankungen, aber auch Erwachsene mit Beschwerden, die durch Störungen des beid- äugigen Sehens ausgelöst werden. Die Untersuchung und Behandlung (Orthoptik) ist schmerzfrei, ungefährlich und kann schon beim Säugling durchgeführt werden. Ein schielendes Auge mit geringer Sehschärfe kann auf volle Sehschärfe und Funktion "auftrainiert" werden. Lassen Sie Ihr Kind bei uns untersuchen, wenn folgendes zutrifft:
Gern untersuchen wir auch Ihr Kind, wenn es keine dieser Auffälligkeiten zeigt. Es gilt hier, eine Störung, die behandelbar wäre, rechtzeitig zu finden oder auszuschließen. Schielen (Strabismus)Normalerweise arbeiten beide Augen zusammen. Sie stehen parallel, fixieren das gleiche Sehobjekt und ermöglichen im Gehirn ein beidäugiges Einfachsehen und ein räumliches Sehen (Stereo- sehen).
Therapie:1. StufeOft wird das Schielen durch bestimmte optische Fehler der Augen ausgelöst. Die Augen können dies kompensieren, was aber den Parallelstand der Augen stört. Dann kommt es zum Schielen. Ist der optische Fehler unterschiedlich, wird in der Regel das Auge mit dem größeren Fehler in der Sehachse abweichen. Mit einer Brillenkorrektur kann hier der Schielwinkel verkleinert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden. Stereosehen ist oft wieder möglich. 2. StufeHat sich schon eine Sehschwäche ausgebildet, muss zusätzlich durch zeitweiliges Abkleben des gesunden Auges mittels Pflaster die Sehschärfe des funktionell schlechteren Auges auftrainiert werden (Sehschule). Die Behandlung muss systematisch und diszipliniert für längere Zeit mit den Eltern durchgeführt werden. Meist erreicht man damit beidseits volle Sehschärfe und räumliches Sehen. Je früher die Behandlung beginnt, umso besser sind die Aussichten. Der Einsatz der Eltern lohnt sich! 3. StufeBei einer Minderheit der kleinen Patienten kommt es trotz Behandlung nicht zum Parallelstand beider Augen, hier ist eine Schieloperation angezeigt. Durch Verkürzung oder Verlagerung der äußeren Augenmuskeln wird die Stellung des schielenden Auges normalisiert. Je früher eine Schielbehandlung beginnt, umso besser sind die Aussichten auf Heilung. Nach dem Schuleintritt sinken die Chancen jedoch deutlich. Es macht daher Sinn, jedes Kind, auch wenn es unauffällig erscheint, bis spätestens zum 3. Geburtstag zur Früherkennung vorzustellen. Die Augenärzte arbeiten hier eng mit den Kinderärzten zusammen. Auch Jugendliche und Erwachsene mit Problemen des beidäugigen Sehens, die zu Doppelbild- wahrnehmung, Schwindel und Kopfschmerzen führen können und in der Folge das Lesen, Lernen und Arbeiten am Bildschirm erschweren, können in der Sehschule behandelt werden. Bei Bedarf bieten wir ein spezielles Augen- trainingsprogramm sowie die Anpassung von Prismenbrillen an.
Spezielle SprechzeitenMontag und Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
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